Es ist normal, dass die Entscheidung, eine Paartherapie zu wagen, verschiedene Befürchtungen nach oben bringt. Diese Ängste können dazu führen, dass Sie zögern, eine Therapie zu beginnen, obwohl sie möglicherweise dringend nötig ist. Deshalb beginnt eine erfolgreiche Therapie damit, diese Gefühle gemeinsam zu besprechen und zu klären.
Hier sind einige der häufigsten Ängste in Bezug auf eine Paartherapie:
1. Angst vor Schuldzuweisungen
- Viele Menschen fürchten, in der Therapie für die Beziehungsprobleme verantwortlich gemacht zu werden. Sie haben Angst, dass der Therapeut oder der Partner sie als den „Schuldigen“ darstellt, und dass sie allein die Verantwortung für die Schwierigkeiten tragen müssen.
2. Angst vor Veränderung
- Veränderungen können beängstigend sein. Einige Menschen haben Angst, dass die Paartherapie so große Veränderungen in ihrer Beziehung bewirken könnte, dass sie sich nicht mehr wohlfühlen oder die Beziehung gar nicht mehr funktioniert.
- Manche fürchten, dass sie durch die Therapie ihre eigene Persönlichkeit oder Bedürfnisse unterdrücken müssen, um die Beziehung zu retten.
3. Angst vor emotionaler Offenlegung
- Paartherapie erfordert Offenheit und Ehrlichkeit. Viele Menschen haben Angst, ihre tiefsten Gefühle, Unsicherheiten oder Verletzungen vor dem Partner oder dem Therapeuten offenzulegen. Sie fürchten, dass ihre Verwundbarkeit ausgenutzt oder nicht verstanden wird.
4. Angst vor dem Unbekannten
- Der Gedanke an eine Therapie kann an sich schon einschüchternd sein, weil die Beteiligten nicht wissen, was sie erwartet. Es gibt Unsicherheit darüber, wie die Sitzungen ablaufen, welche Themen besprochen werden und wie der Therapeut reagiert.
5. Angst vor Versagen der Beziehung
- Einige Menschen fürchten, dass die Therapie dazu führen könnte, dass sie erkennen, dass die Beziehung nicht mehr zu retten ist. Diese Angst, dass die Therapie zur Trennung führt, kann dazu führen, dass sie sich gar nicht erst auf den Prozess einlassen wollen.
6. Angst vor Konfrontation
- Eine Therapie kann unangenehme Themen und Konflikte an die Oberfläche bringen. Viele Menschen fürchten sich davor, alte oder tief verwurzelte Probleme erneut durchleben zu müssen und dass es zu intensiven Auseinandersetzungen kommt.
7. Angst vor Verurteilung
- Es gibt oft die Befürchtung, dass der Therapeut oder der Partner sie verurteilt oder dass persönliche Schwächen ans Licht kommen, die sie lieber verbergen würden. Diese Angst vor Kritik oder Ablehnung kann die Bereitschaft zur Therapie beeinträchtigen.
8. Angst vor Einseitigkeit
- Manche Menschen haben die Sorge, dass der Therapeut Partei für den Partner ergreifen könnte oder dass ihre Perspektive in der Therapie nicht genug Raum bekommt. Diese Befürchtung, nicht gehört oder verstanden zu werden, kann Unsicherheit hervorrufen.
9. Angst, nicht gehört zu werden
- Oft fürchten sich Menschen davor, dass ihre eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Anliegen in der Therapie nicht genügend Beachtung finden, insbesondere wenn sie sich bereits in der Beziehung als weniger wichtig wahrgenommen fühlen.
10. Stigmatisierung
- In manchen sozialen Kreisen gibt es immer noch Vorurteile gegenüber Therapie im Allgemeinen. Einige Menschen haben Angst davor, dass es als Schwäche oder Versagen angesehen wird, eine Paartherapie in Anspruch zu nehmen.
11. Angst vor hohen Erwartungen
- Viele befürchten, dass die Paartherapie zu hohe Erwartungen weckt, und sie sich danach unter Druck fühlen, alles sofort umzusetzen. Die Sorge, dass es nicht schnell genug besser wird oder die Therapie keine Wirkung zeigt, kann Ängste verstärken.
Diese Ängste sind normal, aber sie können überwunden werden.
Als erfahrene Paartherapeutin nehme ich mir Zeit, all Ihre Bedenken anzusprechen und zu klären, damit sich beide Partner im Therapieprozess wohl und sicher fühlen.